Gut starten mit der Abfalltrennung
3 gute Tipps: Einbeziehen, motivieren und nachfassen – so erreichen Sie Ihr Ziel
Gut starten
Erstellen Sie einen Plan für die Implementierung der Abfalllösungen
In den Fluren wurden die Abfallsysteme mit Halterungen an der Wand montiert, um zu vermeiden, dass …
Wir tun es bereits zu Hause – wir trennen unseren Abfall. Jetzt sollen auch die Arbeitsplätze nachziehen. Wir müssen die Gewohnheit aus dem privaten Umfeld mit an den Arbeitsplatz nehmen. Das stellt sowohl Mitarbeitende als auch Arbeitgeber vor neue Anforderungen, denn entscheidend sind Kommunikation, Einrichtung und Organisation des neuen Systems.
Hier erhalten Sie einige gute Ratschläge, wie Sie die neue Realität am Arbeitsplatz meistern. Einige Tipps richten sich an große Unternehmen, andere eher an kleine und mittelständische Betriebe.
Von lästiger Pflicht zu echter Freude
1. Organisation
Ernennen Sie Abfallverantwortliche
Ernennen Sie eine Person, die die Hauptverantwortung für die Implementierung der Abfalltrennung trägt. Überlegen Sie außerdem, Botschafter auszuwählen, die als „Abfallexperten“ geschult werden. Lassen Sie sie die übrigen Kolleginnen und Kollegen einweisen.
Machen Sie es zum Teil des Onboardings
Integrieren Sie die Abfalltrennung in Ihr Onboarding bei Neueinstellungen, in Ihr Mitarbeiterhandbuch und/oder in Ihre allgemeinen Arbeitsplatzrichtlinien.
Verteilen Sie die Entleerungsaufgaben
Wenn Sie kein Personal dafür haben, ist es sinnvoll, mehrere Mitarbeitende zu benennen, die zu bestimmten Zeiten am Tag oder in der Woche die Abfallbehälter leeren. So wird die Arbeitsbelastung geringer und das Verantwortungsgefühl steigt.
Holen Sie Hilfe vom Servicepersonal
Ihr Abfallsammler kann Sie beraten, wie Sie die Abfalltrennung bestmöglich implementieren. Eine gute Zusammenarbeit ist entscheidend. In großen Unternehmen kann es sinnvoll sein, Reinigungs- und Serviceanbieter in die Implementierung einzubeziehen.
Kennen Sie die 20/20‑Regel?
Lassen Sie es uns erklären …
Wenn Sie Abfalltrennung im Büro einführen möchten, empfehlen wir diese Regel:
20 Personen pro Abfallstation
20 Meter Gehentfernung zur Abfallstation
Anders gesagt: Haben Sie 20 Mitarbeitende in einem offenen Bürobereich, sollte die Abfallstation maximal 20 Meter entfernt stehen. Andernfalls riskieren Sie, dass die Lösung nicht korrekt genutzt wird. Die Mitarbeitenden müssen ihr Verhalten ändern – vom Papierkorb unter dem Schreibtisch hin zu einem kurzen Weg zur Abfallstation. Deshalb nutzen wir die 20/20‑Regel als Empfehlung.
Die am häufigsten genutzten Fraktionen in Büros oder kleinen Teeküchen sind Bioabfall, Kunststoff, Papier und Restabfall.
Abfalltrennung ist guter Stil
2. Einrichtung
Ermitteln Sie die Anzahl der Behälter
Finden Sie heraus, welche und wie viele Abfallarten in den verschiedenen Räumen anfallen, und stellen Sie die entsprechende Anzahl an Abfallbehältern auf.
Beziehen Sie Mitarbeitende in die Platzierung ein
Beziehen Sie relevante Mitarbeitende ein, damit ihr Arbeitsbereich nach ihren Bedürfnissen eingerichtet wird. Das sorgt für sinnvolle Platzierung und intuitive Nutzung im Arbeitsalltag.
Bringen Sie klare Markierungen an
Stellen Sie sicher, dass alle Abfallsysteme mit Piktogrammen ausgestattet sind, damit jeder leicht erkennen kann, welche Abfallart wohin gehört.
Machen Sie es Filialen leicht zu bestellen
Sind Sie ein großes Unternehmen, kann eine Übersicht über die ausgewählten Abfallbehälter in verschiedenen Größen hilfreich sein. Filialen können dann je nach Bedarf bestellen.
Machen Sie Abfalltrennung sinnvoll
3. Kommunikation
Lassen Sie die Leitung die erste Info geben
Auch wenn Sie eine abfallverantwortliche Person benannt haben, ist es sinnvoll, dass die Unternehmensleitung die erste Information zur Abfalltrennung kommuniziert. Das kann die Motivation der Mitarbeitenden stärken.
Lassen Sie den Sortierleitfaden nicht in der Schublade liegen
Relevante Informationen zu Ihrer Sortierung und den verschiedenen Abfallarten sollten in unmittelbarer Nähe des Abfallsystems hängen.
Geben Sie regelmäßige Erinnerungen
Es ist wichtig, kontinuierlich den Fokus auf die Abfalltrennung zu halten. Nutzen Sie interne Newsletter und Meetings, um über neue Maßnahmen oder Änderungen zu informieren. Fragen zur Abfalltrennung sind jederzeit willkommen.
Erhalten Sie Daten zu Ihrer Abfalltrennung
Ihr Abfallsammler kann Ihnen möglicherweise monatliche oder vierteljährliche Zahlen liefern. So können Sie z. B. verfolgen, wie viel Restabfall Sie reduzieren konnten. Die Zahlen können intern kommuniziert und als Grundlage für gemeinsame Ziele genutzt werden.
Typische Fragen und Antworten
Warum soll ich meinen Abfall trennen?
Dafür gibt es mehrere Gründe. Die Trennung trägt dazu bei, die in der Verbrennung landende Abfallmenge zu reduzieren. Die Abfalltrennung trägt außerdem zur Wiederverwendung von weitaus mehr Materialien bei und reduziert damit die CO2-Freisetzung, indem der Bedarf der Produktion neuer Materialien gemindert wird.
Wir können wir die von uns produzierte Abfallmenge reduzieren?
Es gibt mehrere Wege, Abfall zu reduzieren. Wir können zum Beispiel beim Versand Papier zum Füllen von Pappkartons wiederverwenden, wiederverwendbare Kaffeebecher kaufen statt Einwegbecher, mehr gebrauchte Gegenstände kaufen als neue, Produkte mit weniger Verpackung vorziehen und Essensreste kompostieren, statt diese in den Mülleimer zu werfen.
Was kann aus Biomüll werden?
Aus den organischen Abfällen wird Biogas gewonnen, das umweltfreundlich für Strom, Wärme oder Treibstoff genutzt wird.
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